Oft gehört, aber was genau sind eigentlich PFAS?

PFAS gehören derzeit zu den meistdiskutierten Stoffgruppen im Zusammenhang mit der PPWR und anderen europäischen Regelwerken.

Dabei handelt es sich um eine große Gruppe fluorhaltiger Chemikalien, die aufgrund bestimmter technischer Eigenschaften in unterschiedlichen Anwendungen eingesetzt wurden oder werden. Für Unternehmen, die Lebensmittel verpacken, steht dabei weniger die chemische Bewertung einzelner Stoffe im Vordergrund.

Entscheidend ist vielmehr die Frage, ob die eingesetzten Verpackungen die geltenden gesetzlichen Anforderungen erfüllen und ob die erforderlichen Nachweise verfügbar sind. Die PPWR sieht künftig zusätzliche Anforderungen für bestimmte Verpackungsanwendungen im Zusammenhang mit PFAS vor.

Gleichzeitig entwickeln sich die regulatorischen Vorgaben auf europäischer Ebene laufend weiter. Daher gewinnt die Verfügbarkeit belastbarer Herstellerinformationen und Konformitätsdokumente zunehmend an Bedeutung.

Das Vorliegen oder Nichtvorliegen einer PFAS-Aussage allein erlaubt in der Regel noch keine vollständige Bewertung einer Verpackung. Entscheidend sind stets die konkrete Verpackungsanwendung, die jeweils geltenden gesetzlichen Anforderungen sowie die zugrunde liegende Dokumentation.

PFAS und PPWR – was bedeutet das für Lebensmittelverpackungen?

PFAS gehören derzeit zu den meistdiskutierten Stoffgruppen im Zusammenhang mit Verpackungen und PPWR. Für Lebensmittelhersteller, Abfüller und Verwender von Verpackungen ist dabei weniger die chemische Detailbewertung einzelner Stoffe entscheidend, sondern vor allem die Frage, ob die eingesetzten Lebensmittelkontaktverpackungen die gesetzlichen Anforderungen erfüllen und ob die erforderlichen Nachweise verfügbar sind.

Ab dem 12. August 2026 dürfen Lebensmittelkontaktverpackungen in der EU grundsätzlich nicht mehr in Verkehr gebracht werden, wenn bestimmte PFAS-Grenzwerte erreicht oder überschritten werden. Daher gewinnt die strukturierte Dokumentation durch Hersteller, Lieferanten und Anwender deutlich an Bedeutung.

Thema Was bedeutet das in der Praxis?
Was sind PFAS? PFAS sind eine große Gruppe fluorhaltiger Stoffe, die wegen bestimmter technischer Eigenschaften in unterschiedlichen Anwendungen eingesetzt wurden oder werden, zum Beispiel für fett-, wasser- oder schmutzabweisende Funktionen.
Warum sind PFAS relevant? Einige PFAS gelten als besonders langlebig und stehen deshalb regulatorisch im Fokus. Im Verpackungsbereich betrifft dies vor allem Lebensmittelkontaktverpackungen.
Was regelt die PPWR? Die PPWR enthält künftig konkrete Anforderungen für PFAS in Lebensmittelkontaktverpackungen. Verpackungen, die bestimmte Grenzwerte erreichen oder überschreiten, dürfen ab dem 12. August 2026 grundsätzlich nicht mehr in der EU in Verkehr gebracht werden.
Welche Verpackungen sind betroffen? Die öffentliche und regulatorische Diskussion konzentriert sich derzeit insbesondere auf bestimmte papier- und faserstoffbasierte Lebensmittelverpackungen. Grundsätzlich beziehen sich die Anforderungen jedoch auf Lebensmittelkontaktverpackungen insgesamt und sind stets anhand der konkreten Verpackung und ihrer Zusammensetzung zu bewerten.
Was sollten Anwender prüfen? Prüfen Sie, ob für Ihre eingesetzten Verpackungen aktuelle Herstellerinformationen, Konformitätserklärungen oder ergänzende Aussagen zu PFAS vorliegen und ob diese eindeutig dem jeweiligen Produkt zugeordnet werden können.
Was kann Bikapack bereitstellen? Bikapack stellt verfügbare Hersteller- und Lieferantendokumente bereit und unterstützt bei der strukturierten Zuordnung relevanter Informationen zu Verpackungsprodukten.
Was bleibt Aufgabe des Anwenders? Die Bewertung der konkreten Anwendung, der finalen Verpackungskombination und der eigenen Rolle in der Lieferkette bleibt beim jeweiligen Unternehmen.

Wichtig: Eine PFAS-Aussage oder ein einzelnes Dokument ist nur ein Baustein der Gesamtbewertung. Entscheidend sind immer die konkrete Verpackung, der vorgesehene Einsatzbereich, die zugehörige Dokumentation und die Anforderungen der jeweils geltenden Rechtslage.

Gerade bei kombinierten Verpackungen sollte nicht nur ein einzelnes Material betrachtet werden. Auch Deckel, Etiketten, Beschichtungen, Klebstoffe, Barrieren oder weitere funktionale Bestandteile können für die Gesamtbewertung relevant sein.

Hinweis: Diese Information dient als praktische Orientierung und stellt keine Rechtsberatung dar. Die regulatorischen Anforderungen entwickeln sich weiter. Für eine verbindliche Bewertung sollten bei Bedarf Rechtsberatung, zuständige Behörden oder Fachverbände eingebunden werden.