Fragen zu unseren Produkten und Materialien

Sind die angebotenen Kunststoffbehälter lebensmitteltauglich?

Ja, alle Verpackungen erfüllen die aktuellen Vorschriften und Gesetze, die für den Direktkontakt von Verpackungen mit Lebensmitteln erforderlich sind. Auf Anforderung senden wir Ihnen jederzeit gerne die Konformitätserklärung der von Ihnen gekauften Verpackungen zu.

Sind die gelieferten Verpackungen auch Mehrweg-Aufbewahrungsbehälter?

NEIN - Mit Ausnahme der Produkte in der Rubrik Aufbewahrung sind die von uns angebotenen Produkte Einweg-Verpackungsbehältnisse.

Vielfach ist der Unterschied zwischen Verpackungsbehältern und den vielfach teureren Aufbewahrungsboxen (z.B. Tupperware) nicht ausreichend bekannt.

Unsere Produkte sind hochwertige Einwegverpackungen, die dafür sorgen, dass empfindliche Füllguter (z.B. Lebensmittel) sicher und hygienisch verpackt beim Endverbraucher ankommen. Die Behälter sind aber nicht dafür ausgelegt, jahrelang als Aufbewahrungsbox genutzt zu werden.

Die Produkte können z.B. nicht wiederholt in Spülmaschinen gewaschen werden, weil sie sich mit der Zeit verformen und undicht werden können.

Sie dürfen auch nicht tiefgekühlt werden, da sie bei Temperaturen unter 3°C brüchig werden und dadurch ein nicht unerhebliches Gefahrenpotenzial (Verschlucken von Splitterstücken) bergen.

Aus welchem Material bestehen die angebotenen Produkte?

Sie finden diese Angabe bei jedem Artikel in der Artikelbeschreibung neben den Produktabbildungen. Die wichtigsten Materialien, die wir einsetzen, sind PP (Polypropylen, Recyclingcode 5) und Polyethylenterephthalat (PET, Recyclingcode 1). In der Rubrik BE-GREEN finden Sie auch Materialien, die auf nachwachsenden Rohstoffen wie Zuckerrohr basieren, oder Materialkombinationen aus herkömmlichen Kunststoffen und Biokunststoffen.

Welche Eigenschaften hat PP (Polypropylen)?

Polypropylen ist ein thermoplastischer Kunststoff. Es gehört zur Gruppe der Polyolefine und seine Eigenschaften ähneln Polyethylen. Die vorhandene Methylgruppe verbessert die mechanischen Eigenschaften und die thermische Beständigkeit.

Die Dichte von PP liegt zwischen 0,895 und 0,92 g/cm³. Damit ist PP der Standardkunststoff mit der geringsten Dichte. Die Schmelz- und Dauergebrauchstemperatur von Polypropylen sind höher, als die von Polyethylen, ebenso wie zahlreiche mechanische Eigenschaften (z.B. Steifigkeit und Härte).

Polypropylen lässt sich dauerhaft zwischen 5 und 99°C verwenden. Unterhalb von 5°C wird es spröde. Dieser Temperaturbereich lässt sich in beide Richtungen verändern. Polypropylen ist bei Raumtemperatur gegen Fette und fast alle organischen Lösungsmittel beständig, abgesehen von starken Oxidationsmitteln. Nichtoxidierende Säuren und Laugen können in Behältern aus PP gelagert werden. ACHTUNG - bei erhöhter Temperatur lässt sich PP in Lösungsmitteln (z.B. Xylol, Tetralin und Decalin) lösen.

PP ist nahezu geruchlos und bestens für Anwendungen im Lebensmittelbereich und der Pharmazie geeignet, es ist physiologisch unbedenklich und gut recyclebar.

Sind PP-Behälter für hohe Temperaturen ausgelegt?

Nur bedingt. Einige Produkte sind anhand der vorliegenden Prüfung für eine Hitzebeständigkeit von 100 °C für maximal 15 Minuten zulässig. Andere können je nach Anwendungsfall bis zu 121°C für  1 Stunde erhitzt werden. Halten Sie sich bitte unbedingt an die Angaben, die wir in der Artikelbeschreibung im unteren Bereich der Artikeldetail-Seite. Als Großhändler geben wir die Angaben der Hersteller weiter, auf die wir selber aber keinen Einfluss haben. Schlussendlich obliegt die Letztverantwortung für den Einsatz unserer Verpackungen immer beim Anwender, da nur er das Füllgut und den Temperaturprozess kennt und beeinflussen kann. Beachten Sie, dass alle Behälter mit steigender Temperatur weicher werden!

Artikel mit Angabe: 100 °C für maximal 15 Minuten:

Bei diesen Produkten darf das Füllgut maximal 15 Minuten bei einer Temperatur max. 100 °C gehalten werden, wobei eben gilt, dass 100 °C die maximal zulässige Höchsttemperatur ist die durch die vorhandene Prüfung abgedeckt (bzw. erlaubt) ist.

Für darunter liegende Temperaturen ergibt sich die in der Anlage befindliche Temperatur/Zeittabelle: 

Temperatur in °C Kontaktzeit in Minuten (120/2^T-70/10)
100 15
99 16
98 17
97 18
96 20
95 21
94 23
93 24
92 26
91 28
90 30
89 32
88 34
87 37
86 40
85 42
84 45
83 49
82 52
81 56
80 60
79 64
78 69
77 74
76 79
75 85
74 91
73 97
72 104
71 112
70 120

Artikel mit Angabe: 121 °C für 1 h:

Bei diesen Produkten darf das Füllgut bei einer Temperatur von 121 °C maximal 60 Minuten gehalten werden oder bei max. 100 °C für 120 Miunten wobei eben gilt, dass 121 °C die maximal zulässige Höchsttemperatur ist die durch die vorhandene Prüfung abgedeckt (bzw. erlaubt) ist.

In der praktischen Anwendung ist das für den Abfüller oder Verbraucher natürlich nicht ganz einfach, denn die Temperaturentwicklung in der Mikrowelle hängt natürlich vom Produkt selber (insbesondere vom Fettgehalt) und der angewendeten Heiz-Leistung (z.B. 2 Minuten bei 900 Watt in der Mikrowelle) ab. Den Prozess während des Wärmvorganges zu kontrollieren ist selbstredend sehr schwer. Man sieht, dass dieses Thema weitaus komplexer ist als „TK geeignet“, weil es hier ja um Migration geht und nicht um „Wann geht die Schale kaputt?“ wie bei TK-Anwendungen.

Welche Eigenschaftgen hat PET (Polyethylenterephthalat)?

PET ist zusammen mit PP mengenmäßig einer der bedeutendsten Thermoplaste. Die Hauptanwendungen von PET sind die Herstellung blasgeformter Flaschen und anderen Verpackungen wie Folien, Trays und Feinkostbecher.

Es ist beständig gegenüber verdünnten Säuren, aliphatischen und aromatischen Kohlenwasserstoffen, Ölen, Fetten und Alkoholen, jedoch nicht gegenüber halogenierten Kohlenwasserstoffen und Ketonen. Es ist jedoch unbeständig gegenüber heißem Wasser und Alkalien. Die relativ geringe Durchlässigkeit für Sauerstoff und Kohlendioxid ermöglicht teilweise bereits den Ersatz von altbekannten Verpackungsmaterialien wie Glasflaschen und Metalldosen.

A-PET (Amorphes PET) ist transparent und besitzt eine etwas bessere Schlagzähigkeit und Dimensionsstabilität, hat dafür eine geringere Härte und Steifigkeit als teilkristallines PET-C. Die Einsatzgrenzen liegen mit minus 40°C bis plus 60°C (oder bis zu plus 100°C unter Luftabschluss) deutlich unterhalb der von C-PET (teilkristallines PET), schon bei Temperaturen ab plus 80°C setzt die Kristallisation ein. Amorphes PET ist bis zu etwa 5 mm Wandstärke transparent und zeigt im Vergleich zu teilkristallinem PET eine bessere Beständigkeit gegenüber perchlorierten Kohlenwasserstoffen.

C-PET (teilkristallines PET) besitzt eine hohe Festigkeit und Steifigkeit, jedoch nur eine geringe Schlagzähigkeit. Die Einsatzgrenzen liegen etwa zwischen minus 20 bis zu plus 120°C Dauertemperatur, kurzfristig sind bis zu 200°C möglich. Allerdings fällt der Elastizitätsmodul ab etwa plus 80°C deutlich ab.

Wie funktionieren Spritzgussverpackungen?

Der Großteil unserer Produkte in den Rubriken Eimer und Becher werden im Spritzgussverfahren hergestellt.

Eine Spritzgießmaschine besteht im Wesentlichen aus Düse, beweglicher Aufspannplatte, fester Aufspannplatte, Einfülltrichter, Schnecke (oder Plastifizierschnecke), Auswerfereinheit, Verriegelungsmechanismus und Konsole. Der Trichter führt der Schnecke Kunststoffgranulat zu. Die hohe Temperatur in der Spritzeinheit bringt das Kunststoffmaterial zum Schmelzen (bis zu 200°C sind möglich).

Durch die Schnecke wird das Material dem Spritzbarrel zugeführt, und dem der flüssige Kunststoff unter hohem Druck in die Form eingespritzt wird. Diese Einspritzung erfolgt in zwei Schritten – der Einspritzphase und der Haltephase.

Das Material wird in das geschlossen Werkzeug (Kavität) eingespritzt, wo es abkühlt und sich verfestigt. Gleichzeitig wird das Material für die zweite Einspritzung vom Trichter der Schnecke zugeführt.

Nach dem Abkühlen werden die Teile aus der Form ausgeworfen. Im Anschluss versiegelt der Schließmechanismus der beweglichen Aufspannplatte die Gussform wieder mit der mobilen Hälfte der Form. Ein neuer Zyklus kann gestartet werden.

Wie funktioniert das Tiefziehverfahren?

Der Großteil unserer Produkte in den Kategorien Menüschalen wird im Tiefziehverfahren hergestellt.

Bei diesem Verfahren wird von großen Rollen die Folie an den Folienbahnkanten in sogenannten Stachelketten in die Tiefziehanlage geführt. Die noch harte und kalte Folie wird so dem Formautomaten zuerst zugeführt und dann taktweise hindurchgeleitet.

In einer Aufwärmstation wird die Folie erwärmt. Die jetzt weichere Folie wird in die Werkzeugstation transportiert. In der Werkzeugstation wird die Folie mittels Spannrahmen festgehalten, Vorstrecker und das Thermoformwerkzeug fahren durch die Folienebene hindurch und geben die fertige Kontur schon grob vor.

Anschließend kommt Druckluft von der einen und Vakuum von der anderen Seite, um die Folie rasch und stark an die wassergekühlte Wandung (Kontur) des Aluminiumformwerkzeuges zu bringen. Durch 0,5 bis 0,8 mm kleine Löcher und/oder 0,2 bis 0,3 mm breite Schlitze entweicht die Luft zwischen Folie und Aluminiumwerkzeug.

Die erkaltete, nun feste Folie wird von dem Formwerkzeug getrennt und im nächsten Arbeitstakt der Ausstanzstation zugeführt. Dort werden mittels Bandstahlschnitt die Außenmaße oder auch Löcher in das fertige Werkstück gestanzt.

Was ist ein Originalitätsverschluss?

Ein Originalitätsverschluss, oft auch Garantieverschluss oder Erstöffnungsgarantie genannt, ist eine abbrechbare Kunststofflasche am Behälter.

Erst durch das Entfernen dieser Lasche wird es möglich, den Deckel mit dem Finger aufzuziehen. Dadurch erkennt der Endverbraucher, ob die Verpackung wirklich ungeöffnet ist.

Fast alle unsere Eimer und Becher haben einen Originalitätsverschluss!

Menüschalen und Boxen haben keinen Originalitätsverschluss.

Wie dicht verschließen die Behältnisse?

Durch eine ausgeklügelte Konstruktion und präzise Werkzeugtechnik schließen die Behälter sehr gut. Bedingt durch die verwendeten, eher weicheren Materialien und die Herstellungstechnologie, können produktionsbedingte Unterschiede in der Dichtheit der Behälter nicht völlig ausgeschlossen werden.

Wenn Sie 100 % flüssigkeitsdichte Verpackungen benötigen, führt der Weg an einer (Folien-) Versiegelung nicht vorbei.  

Bitte stellen Sie sicher, dass die Schnappränder beim Aufsetzen des Deckels absolut trocken sind. Wenn sich bereits Flüssigkeit zwischen Deckel und Schnapprand befindet, kann eine sogenannte Brücke entstehen und Flüssigkeit austreten.

Ölige Marinaden sind in vielen Fällen problematisch und schon geringste Mengen zwischen Unter- und Oberteil können zu Leckagen führen.

Machen Sie jedenfalls ausreichend Tests entlang der gesamten Prozesskette um sicherzustellen, dass die Eimer und Becher für Ihre Anwendung geeignet sind.

Bitte beachten Sie, dass unsere Standard-Behälter nicht gasdicht sind und somit nicht für die Verpackung unter modifizierter Atmosphäre geeignet sind. Bei Fragen rufen Sie einfach bei uns an, T +43 5522 21007-0.

Lassen sich die angebotenen Produkte bedrucken?

Ja, so gut wie alle Produkte aus den Rubriken Eimer und Becher liefern wir auch bedruckt. Je nach Artikel ist eine unterschiedliche Mindestmenge dennoch Voraussetzung. Bitte kontaktieren Sie uns. Weitere Details

Gibt es bei der Lagerung der angebotenen Produkte etwas zu beachten?

Die Produkte sind in sauberer, trockener, UV-Licht geschützter Umgebung bis max. +30°C Raumtemperatur zu lagern. Somit ist die volle Funktionalität gewährleistet.

Halten Sie einen Mindestabstand von 1 Meter zu Heizkörpern oder ähnlichem Heizequipment ein. Führen Sie die Produkte innert max. 12 Monaten nach der Anlieferung Ihrer Bestimmung zu.

Müssen die gelieferten Verpackungsbehälter vor der Befüllung gereinigt werden?

Die Produkte kommen aufgrund des Produktionsprozesses in nahezu keimfrei aus den Maschinen. Es ist jedoch nicht ausgeschlossen, dass während Verpackungs-, Transport- oder Lagerprozessen nachträgliche Verunreinigungen stattfinden.

Deshalb sind die Behälter vor dem Befüllen mit Lebensmitteln vom Abfüller einem geeigneten Reinigungsprozess zu unterziehen.

Sind die Verpackungen für den Versand per Paketdienst oder Post geeignet?

Der Versand per Paketdienstleister oder mit der Post ist kein einfaches Thema.

Wir raten davon ausdrücklich ab. Sachlich betrachtet ist der Versand per Post oder Paketdienst eine Extrembelastung für Eimer und Becher. Die Paketdienste sind naturgemäß unter Zeitdruck und behandeln die Pakete in vielen Fällen unsachgemäß.

Dabei treten bei Wurf oder Fallenlassen extreme Beschleunigungskräfte innerhalb des Paketes auf. Deshalb können wir leider nicht garantieren, dass Deckel aufgehen oder unsere Verpackungen gar brechen.

Deshalb können weder Verpackungshersteller, Verpackungshändler oder Paketdienstleister etwaige Garantien hierfür übernehmen.